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Auf den Spuren der Stadtgeschichte
Mittwoch, 26.08.2026
Ausgangspunkt der Führung war der sogenannte Oberbergische Dom, in dessen unmittelbarer Umgebung sich der historische Ortskern Gummersbachs befindet. Von dort führte der Weg zum heutigen Gemeindezentrum – dem Standort eines einst wichtigen Brunnens. Der Wasserreichtum hier könnte Grund für die Niederlassung der ersten Siedler gewesen sein. Begriffe wie "Borner Hof" verweisen noch heute in ihrem Namen darauf. Weiter ging es zu jener Stelle, an der früher das Schöffengericht tagte. Diese frühe Gerichtsbarkeit bildet sich auch heute noch im Stadtleben ab: Bis heute befindet sich in Gummersbach ein Amtsgericht, das auch für die umliegenden Städte verantwortlich ist. Ein weiterer Schwerpunkt der Führung lag auf dem Simonsplatz, der für das neuzeitliche Gummersbach eine zentrale Rolle spielte. Hier befanden sich wichtige Einrichtungen wie etwa eine frühe Apotheke oder eine Druckerei. Diese Druckerei ist auch deshalb wichtig für die Stadtgeschichte, da sie die Auftraggeberin für den Bau des ersten Dampfkessels der Firma Steinmüller war. Zuvor war Steinmüller eigentlich in der Herstellung wasserfester Tüten tätig gewesen. Der Simonsplatz trägt seinen heutigen Namen seit 1995 nicht zufällig: Er erinnert an das Gummersbacher Ärzteehepaar Dr. Alfred und Dr. Sophie Simons, das während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde. Die Führung setzte sich fort im Baumhof, dem zweitältesten Stadtteil Gummersbachs. Dort zeigte Herr Huppertz dem Kurs unter anderem die historischen Kaufmannshäuser. Anschließend führte der Weg durch die Fußgängerzone zum Geburtshaus von Bruno Goller, einem bekannten Künstler der Stadt. Den Abschluss bildete ein Besuch der Alten Vogtei, wo ein Werk Gollers gezeigt und im Kontext seines künstlerischen Schaffens erläutert wurde. Außerdem bekam der Kurs verschiedene historische Räume des Hauses zu sehen. Der Geschichtskurs bedankt sich bei Herrn Huppertz für die kenntnisreiche und lebendige Führung, die den Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Zugang zur Stadtgeschichte vor der eigenen Haustür ermöglicht hat.
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