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Mein Betriebspraktikum bei der RTSB GmbH - Ein Erfahrungsbericht
Donnerstag, 02.07.2026
das Betriebspraktikum in der 10. Klasse ist für uns alle ein fester Bestandteil des Schuljahres. Viele sehen es als willkommene Abwechslung zum Unterrichtsalltag. Ich persönlich betrachte meine Zeit dort jedoch weniger als reines Pflichtprogramm, sondern vielmehr als ein echtes Event im Schuljahr. Da mich Züge und der Transport von Waren schon seit meiner Kindheit faszinieren, war meine Sichtweise auf diese Woche vielleicht ein wenig anders als bei anderen Zehntklässlern. Mein Praktikum habe ich in der Welt der internationalen Logistik bei der RTSB GmbH in Köln-Porz absolviert. Das Unternehmen ist auf den Bahnverkehr zwischen Asien und Europa spezialisiert. Statt typischer Praktikantenaufgaben fand ich mich direkt in der Abwicklung der sogenannten „Neuen Seidenstraße“ wieder. Ausgestattet mit einem eigenen Schreibtisch und zwei großen Monitoren, gehörte das Tracking & Tracing zu meinen Hauptaufgaben. Ich durfte live am Computer verfolgen, wo sich riesige Containerzüge auf ihrer Reise durch Länder wie China, Kasachstan oder Polen gerade befinden und die Daten im System pflegen beziehungsweise den Kunden den aktuellen Standort ihrer Ware mitteilen. Natürlich waren die vielen neuen Fachbegriffe, wie zum Beispiel TEU oder Breitspur, anfangs eine kleine Herausforderung. Mit einem selbst angelegten Logistik-Vokabelheft wurde ich aber schnell sicherer. Generell habe ich mir im Großen und Ganzen sehr viele Notizen zu den Aufgaben gemacht, die einem hier im Büro begegnen, wie zum Beispiel "Verschiffung [der Ware] meistens per Güterzug, aber auch mit LKW und Schiff möglich". Ein besonderes Highlight war es zudem, bei internationalen Videocalls mit den asiatischen Filialen (aus zum Beispiel Shanghai und Dubai) dabei zu sein und globale Zusammenhänge live mitzuerleben. Da der Hauptsitz der Firma aber in Friedrichsdorf (Nähe Frankfurt) liegt, verständigen sich die Mitarbeiter sowohl online als auch im Büro eher auf Deutsch, Englisch oder Russisch. Nach so einem intensiven Arbeitstag gab es für mich aber auch immer den perfekten Ausgleich: Nach der Arbeit habe ich eigentlich immer noch Zeit mit meinem besten Freund, der in Köln wohnt, verbracht, um gemeinsam zu entspannen und abzuschalten. Mein persönliches Fazit: Es lohnt sich, nach Praktikumsplätzen zu suchen, die den eigenen Interessen wirklich entsprechen. Wenn man sich auf neue Wege wagt, wird aus einer Woche Arbeitsalltag schnell ein ziemlich prägender Lebensabschnitt, der eventuell die Berufsauswahl beeinflussen kann, selbst noch in der 10. Klasse. Viele Grüße aus Köln wünscht euch Vincent Hellwig (10c) |
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